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Planübung 2.0: Wir denken die Planübung weiter

tbest120
15. Okt.
2 Min. Lesezeit

H2.03 – Verkehrsunfall PKW gegen LKW

Der Melder geht. Sie sind Gruppenführer auf dem ersten Fahrzeug. Auf der Anfahrt laufen die ersten Fragen durch den Kopf: Wie viele Verletzte? Wo stelle ich auf? Was fordere ich nach?

Zwei Stunden später der nächste Alarm: B2.09 – Wohnungsbrand mit Personenrettung. Andere Lage, andere Dynamik, wieder Sekunden für die ersten Entscheidungen.

Genau diese Momente wollen wir trainierbar machen. Nicht erst im Einsatz, sondern vorher. Dafür arbeiten wir an der Planübung 2.0.


Die Planübung: bewährt – und ausbaufähig

Die Planübung gehört seit Jahrzehnten zur Führungsausbildung. Lagekarte, Magnettafel, Fahrzeugsymbole: Wer Führung lernt, hat so gelernt. Das Prinzip ist richtig. Erkunden, beurteilen, entscheiden – und das in Ruhe besprechen.

Im Alltag stößt die klassische Form an Grenzen:

  • Die Lage bleibt abstrakt. Ein Kreis auf dem Papier ist kein Gebäude mit drei Obergeschossen und engem Hinterhof.

  • Die eigene Stadt fehlt oft. Gearbeitet wird mit Beispielkarten statt mit den Straßen, Kreuzungen und Gebäuden, die die Teilnehmenden aus dem Einsatz kennen.

  • Übungen an echten Objekten sind aufwändig. Sie brauchen Personal, Fahrzeuge, Genehmigungen und Zeit.


Was die Planübung 2.0 anders macht

Bei der Planübung 2.0 liegt die Einsatzlage dreidimensional auf dem Lagetisch. Die Teilnehmenden tragen eine XR-Brille und sehen die Stadt als Modell vor sich: Gebäude, Straßen, Kreuzungen, Fahrzeuge.

  • Im eigenen Stadtgebiet. Die Lage spielt dort, wo Ihre Einheit tatsächlich ausrückt – mit den bekannten Straßenzügen und Gebäuden.

  • Kräfte setzen, Lage entwickeln. Einsatzmittel werden direkt im Modell platziert. Die Lage verändert sich, der Führungsvorgang läuft weiter.

  • Jede Perspektive. Vom Überblick über den Stadtteil bis zum Blick in die Straße vor dem Brandobjekt.

  • Ohne Gefahr, ohne Objektaufwand. Kein gesperrtes Gebäude, keine Fahrzeuge im Hof – trainiert wird am Tisch.

Im Teaser-Video sehen Sie zwei der Szenarien, an denen wir gerade arbeiten: den Verkehrsunfall und den Wohnungsbrand.


Was bleibt: Führung lernt man von Führungskräften

Technik allein macht keine gute Ausbildung. Entscheidend ist, wer die Übung leitet und nachbespricht.

Unsere Referenten kommen aus der Berufsfeuerwehr. Sie bringen Einsatz- und Führungserfahrung aus dem täglichen Dienst mit. Sie moderieren die Planübung, steuern die Lage und besprechen mit den Teilnehmenden jede Entscheidung: Was war die Lage? Warum diese Maßnahme? Was wäre die Alternative gewesen?

Die Brille zeigt die Lage. Das Lernen passiert im Gespräch danach.


Für wen – und wie es weitergeht

Die Planübung 2.0 richtet sich an Gruppen-, Zug- und Verbandsführer von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren. Geplant sind zwei Formate: ein Tagesseminar und ein Halbtages(Abend)seminar.

Derzeit erarbeiten wir die Details zur Durchführung der Seminare und bieten diese ab 01.01.2027 für alle Feuerwehren an.


Sie möchten früh informiert werden oder die Planübung 2.0 für Ihre Wehr anfragen? 

Schreiben Sie uns über das Kontaktformular auf brandschutz-best.de – wir melden uns.

 
 
 

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